Oaxaca - Carlsbad - Die Reiseseite von Doris und Herbie

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Oaxaca - Carlsbad

Aktuelle Reisen > 2026 Mexiko - USA
Oaxaca - Carlsbad 01.10.2026 – 31.10.2026
Heute ist ein guter Tag zum Wandern. Zusammen mit Susanna und Peter machen wir uns auf den Weg zum Aussichtpunkt auf den Miniatur-Stausee in der Nähe von El Rosario. Den Weg sind wir vor Jahren schon mit Steffi und Serge gegangen. Vom Aussichtspunkt aus hat man eine gute Sicht über die Stadt und die umliegenden Dörfer. Obwohl es in den Bergen sehr dunkel und regnerisch ist, schaffen wir es trockenen Fusses zurück nach El Rancho. Zum Glück ist der Strom nach dem heftigen Gewitter wieder da, so dass wir nach dem schweisstreibenden Marsch eine angenehme Dusche nehmen können.
Eine freudige Nachricht bekommen wir von Anke. Der erste Welpe ist bereits erfolgreich vermittelt worden.
Es ist unbeständig und regnerisch, so dass wir uns entscheiden mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Wir müssen nämlich noch Brot holen, bevor die Reise weitergeht. Es stellt sich heraus, dass wir gut die Fahrräder hätten nehmen können, doch dafür streifen wir auf dem Weg zur El Tule Bushaltestelle noch durch das hübsche Barrio de Jalatlaco.
Pepe hat sich gemeldet, und wir verabreden uns zu zwei Stunden Padél in Tlalixtac. Wir sind zu sechst und es ist wie immer sehr unterhaltsam. Marco, der Inhaber der Courts und gleichzeitig unser Trainer bietet an, unsere Hundebabies auf seinen Kanälen auszuschreiben. Wir hoffen sehr, dass alle bald ein schönes neues Zuhause bekommen.
Nach dem Spiel heisst es Abschied nehmen. Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Wiedersehen mit Pepe und Maria José.
Am Abend treffen sich alle Camping-Gäste wieder einmal in der Palapa zum gemeinsamen Grillieren. Es sind in den letzten Tagen noch einige «neue» Camper eingetroffen, so dass wir zwei grosse Tische füllen können.
Der Sonntag beginnt sonnig und wir radeln noch schnell zu Chedraui. Schon am frühen Nachmittag setzt der Regen ein, was uns die Gelegenheit gibt, in Ruhe die Feinplanung der Weiterreise in Angriff zu nehmen. Es stellt sich heraus, dass es wettermässig keinen Sinn macht, bereits morgen abzureisen. Wir wollen Claude und Erika Mitte Monat in San Miguel de Allende treffen. Der Wetterbericht ist leider so schlecht, dass die geplanten Zwischenstopps dorthin buchstäblich ins Wasser fallen. Dies beschert uns spontan und unerwartet drei weitere Tage in El Rancho. Sofort fragen wir bei Marco an, ob wir noch zwei weitere Padél Lektionen buchen können. Das klappt.
Heute Abend ist Kinoabend. Gemeinsam mit allen Campern in El Rancho sehen wir uns Coco an. Es geht um den Dia de Muertos, der auch schon wieder vor der Türe steht.
Am letzten Tag vor der Abreise wollen wir nochmals im Sin Cauce Pizza essen. Zusammen mit Peter und Susanna entscheiden wir uns, hin und zurück zu Fuss zu gehen. Kurz bevor wir uns nach dem Essen auf dem Heimweg begeben, fängt es an wie aus Kübeln zu schütten. Da wir alle einen Schirm dabei haben, hält uns das nicht auf.
Natürlich sind die Strassen innert kurzer Zeit überflutet. Da bleibt kein Schuh trocken. Trotz allem ist der 90 Minuten Spaziergang lustig, und schliesslich erreichen wir El Rancho und können uns in die warmen und trockenen Camper begeben.
Der Abreisetag bricht an. Der Abschied fällt schwer, und doch freuen wir uns auf die bevorstehende Reise Richtung Norden. Der erste Stopp ist der Kaktusgarten bei Tehuacan. Das Wetter ist durchzogen, doch es gibt Aufhellungen und wir entschliessen uns spontan, einen Tag länger zu bleiben. Nach einem Zwischenstopp in Cholula erreichen wir nach einer langen und teuren Fahrt über den Arco Norte San Miguel de Allende. Auf der Strecke wollten wir noch kurz unsere Klimaanlage testen und mussten feststellen, dass die Lüftung nicht geht und somit weder die Klimaanlage noch die Heizung funktionstüchtig ist. Schon haben wir eine Aufgabe zu lösen.
Auf dem Tennisplatz von Hans Weber ist nicht viel los. Wir treffen langjährige Reisebekannte und erfreuen uns daran, dass dank der Regenzeit Rasen auf dem Stellplatz gediehen ist. Herbie macht sich auf die Fehlersuche bei unserem Lüftungsproblem. Bei einem Autoelektriker lassen wir das Relais testen. Dies funktioniert. Somit muss das Problem woanders liegen. Guter Rat ist teuer, und wir vereinbaren einen Termin mit dem Autoelektriker bei uns auf dem Camping. Hans ist nicht erfreut, doch er erlaubt uns, den Spezialisten zu empfangen. Kurz bevor dieser eintrifft, findet Herbie die Fehlerursache. Beim Wechseln der Batterien hat er ein Kabel nicht gut angeschlossen. Wir können den Termin mit dem Autoelektriker absagen und haben nun ein paar freie Tage vor uns. Am Freitag treffen unsere Freunde Claude und Erika in San Miguel ein. Der erste gemeinsame Abend beginnt mit einer Premiere. Wir haben gefüllte Tomaten zubereitet, welche wir in unserem Omina-Backofen zubereiten. Aufgrund der Kälte essen wir im Junior. Nach einem weiteren gemütlichen Abend mit Claude und Erika im peruanischen Restaurant La Parada heisst es für uns Abschied zu nehmen. Wir fahren auf der 57 Richtung Norden. Der erste Halt ist das Hotel Midway in Matehuala. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung nach Real de Catorce. Das Pueblo Magico ist durch einen ca. 2 km lange Tunnel zu erreichen. Unser Camper passt nicht durch, und zu Fuss ist nicht erlaubt. Der Tunnelwächter rät uns zu Autostopp. Das klappt hervorragend. Eine mexikanische Familie räumt den Rücksitz ihres Wagens frei und wir dürfen einsteigen. Wir schlendern durch die von Souvenirverkäufern gesäumte Hauptstrasse und machen es uns im Café Azul gemütlich. Später laufen wir noch zum Franz von Assisi Aussichtspunkt und verlassen das Dorf wieder per Autostop, diesmal hinten auf einem Pickup. Es ist noch relativ früh und wir verwerfen die Idee, hier auf dem Tunnelparking zu übernachten. Wir fahren zurück ins Midway Inn.
Aufgrund des Versicherungsbeginns für USA bei Seguro Gringo haben wir einen Tag mehr Zeit und machen einen Abstecher nach Monterrey. Südwestlich der riesigen Stadt wollen wir den Cañon La Huasteca besuchen. Die Bilder im Internet sahen spektakulär aus. Leider ist das Wetter bescheiden und alles ist ziemlich grau. Der neu entstehende Glamping Camping ist immer noch im Bau, und man wird den Eindruck nicht los, dass dies noch eine lange Zeit so bleiben wird. Die Besitzer sind super nett und es wir viel über die anfallenden Arbeiten gesprochen. Dies müsste jetzt noch umgesetzt werden. Wir spazieren noch zu einem Aussichtspunkt, und die freundlichen Hunde vom Camping begleiten uns freudig. Leider ist keine Wetterbesserung in Sicht, und wir verlassen den schönen Ort schon nach einer Übernachtung. Weiter geht es nordwärts. Die letzte Übernachtung in Mexiko verbringen wir auf einer lärmigen Pemex. Am Morgen bemerken wir, dass unser Starlink nicht mehr funktioniert. Man hat nun festgestellt, dass wir nicht mehr in Guatemala sind, und wir unser Abo auf «Global» umstellen müssen.
Unterwegs zur Grenze füllen wir noch Diesel und Wasser auf.
Die Ausreise aus Mexiko ist unkompliziert. Dann fahren wir auf die internationale Brücke Richtung USA und kommen schon nach den ersten Metern ins Schwimmen. Welche Spur ist nun für uns die Richtige, und welche dürfen wir auf gar keinen Fall nehmen. Intuitiv halten wir uns nach links, was sich als goldrichtig erweist. Die Einreise in die USA ist ebenfalls problemlos. Einzig störend ist, dass die Zollbeamten unser Auto ohne unsere Anwesenheit inspizieren. Dies mögen wir gar nicht, doch selbstverständlich haben wir keine Wahl. Wir bekommen eine Aufenthaltsbewilligung für 6 Monate.
Da wir unsere mexikanischen Vorräte drastisch reduziert haben, ist unser erster Stopp der Walmart in Del Rio. Danach rollen wir auf perfekten Strassen zum Seminole Canyon State Park. Ein perfekter erster Stopp mit sehr willkommenen heissen Duschen.
Erfrischt geht es weiter zum Big Bend Nationalpark. Wie gewohnt sind die Campingplätze im Nationalpark ausgebucht. Gut gibt es noch eine kleine Anzahl Back Country Plätze auf der Basis von first come first serve. Im Visitor Center herrscht grosser Andrang, doch wir haben Glück. Wir bekommen den Gravel Pit II für die erste Nacht, und den Rattlesnake Mountain II für zwei weitere Nächte auf der anderen Seite des Parks. Der Gravel Pit ist ungefähr so, wie der Name verspricht. Also geht es zeitig wieder los. Wir fahren zum Chisos Basin Visitor Center. Von dort aus gibt es verschiedene Wanderungen, und dafür wollen wir das gute Wetter ausnutzen. Wir entscheiden uns für zwei kürzere Spaziergänge. Kaum um die erste Ecke gebogen, läuft uns schon eine dicke Tarantel über den Weg. Wir geniessen die schön angelegten und perfekt ausgeschilderten Wanderwege. Später am Nachmittag wollen wir noch den Scenic Drive zum Santa Elena Canyon machen. Leider ist die Strasse nur bis kurz vor den Canyon befahrbar. Aufgrund der starken Regenfälle ist ein Abschnitt überflutet. So machen wir kleine Abstecher entlang des Drives, erkunden den Tuff Canyon und spazieren in Richtung der Eselsohren.
Unser Rattlesnake Camp liegt an der Old Maverick Road. Über diese Schotterstasse ist auch der Santa Elena Canyon erreichbar. Dieser Ausflug bietet sich für den dritten und letzten Tag im Park an. Wir sind direkt an der mexikanischen Grenze und da der Rio Grande nicht viel Wasser führt, könnte man problemlos ins Nachbarland rüber waten. Wir bleiben auf der US Seite und wandern in den Santa Elena Canyon hinein. Die Schlucht ist eng und die Felswände sind bis zu 450 Meter hoch. Wir sind auf einem Stein im Fluss am Fotografieren, als ich auf einmal zwei Äuglein und eine spitze Nase erblicke, die uns aus dem Wasser herauf aufmerksam beobachtet. Das Wasser ist trüb, doch man kann den dazugehörigen Schildkrötenpanzer erahnen. Gerne möchte ich das Tierchen zur genaueren Beobachtung aus dem Wasser heben. Doch ich darf nicht. Vorsicht snapping turtle, werde ich gewarnt. Später finden heraus, dass es eineTexanische Dornrand Weichschildkröte war. Auf dem Rückweg gibt es eine weitere interessante Begegnung. Auf dem Spazierweg liegt eine stattliche Klapperschlange, die sich langsam ins Gras zurückzieht.
Das Wetter verschlechtert sich, und in der Nacht fällt Regen. Dies hat wahrscheinlich auch die Wildscheine irritiert, die am Morgen neben unserem Auto vorbeiziehen.
Unser nächstes Ziel ist Alpine, «The Eden of the West». Wir finden einen gemütlichen RV Park mit einer Wäscherei, was so willkommen ist wie die heisse Dusche. Nach dem alles wieder frisch ist, starten wir zu Fuss ins Dorf. Es hat ein gemütliches Zentrum und einige historische Gebäude. Sofort springt uns das Ritchey Hotel aus dem Jahr 1886 ins Auge. Es ist so einladend, dass wir uns zum Apéro in den kleinen Garten setzen. Auf dem Heimweg holen wir noch im Lime-Thai ein Abendessen zum Mitnehmen. Leider ist die umweltfreundliche Verpackung des Essens für Autofahrer und nicht für Fussgänger konzipiert. Als wir zu Hause ankommen, hat sich der Papiersack schon fast kompostiert und das Innere des Rucksacks riecht nun wie eine Thai-Küche. Das Essen schmeckt trotzdem hervorragend.
Als nächstes Ziel haben wir den Guadelupe Mountain Nationalpark ausgesucht. Dies ist der höchste Berg von Texas. Der kleine parkplatzähnliche Campingplatz hatte, wie durch ein Wunder, noch einen Spot auf der Buchungsseite frei. Sofort schlagen wir zu. Der Grund ist klar, das Standard US-Wohnmobil passt nicht auf so ein kleines Plätzchen. Die Zeit reicht noch für einen kleinen Rundweg zu der Smith-Quelle, den der Ranger wärmstens empfiehlt.
Heute wollen wir den höchsten Texas-Gipfel bezwingen. Stattliche 8751 Füsse ist der hoch und in ca. 14 Kilometer hin und zurück zu erreichen. Das Wetter ist super und wir geniessen den Aufstieg. Die Aussicht über das ansonsten flache Land ist gewaltig. Für den Abend haben wir einen RV Park in «Carlsbäd» reserviert.
Der Carlsbad Caverns Nationalpark wurde uns sehr empfohlen. Dafür bietet sich der heutige neblige Tag an.  An der Kasse werden wir freundlich gefragt, ob wir gerne den Fahrstuhl nehmen, oder über den natürlichen Eingang in die Höhle hinunter laufen möchten. Wir möchten natürlich laufen. Das bedeutet 2 – 3 Stunden unter Tag, werden wir informiert. Noch haben wir von den Ausmassen dieses Höhlensystems keine Vorstellung. Am Eingang erhalten wir noch weitere Informationen, unter anderem dass es nun für mindestens 1 Stunde keine Toiletten gibt, und das Notfallsystem ausgefallen ist. Wir beginnen mit dem Abstieg und sind am Ende der Tour, im Big Room fast 230 Meter unter der Oberfläche. Wir haben bisher nichts vergleichbares gesehen. Es ist die grösste Höhlenkammer von Nordamerika, 1.2 km lang, 190 m breit und an der höchsten Stelle 78 m hoch. Wir ziehen es vor, mit dem Fahrstuhl zurück ins Visitor Center zu gelangen. Mit der Zeit werden die 13 Grad doch ein bisschen fröstlig.
Zurück in Carlsbad setzt Dauerregen ein, und das gemeldete schlechte Wetter verlangsamt uns. Wir hängen noch einen Tag an, und machen es uns gemütlich. So bleibt genügend Zeit, den Bericht zu schreiben. Ob wir den White Sands Nationalpark ohne Regen erkunden können, darüber werden wir im nächsten Bericht erzählen.



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